Rebecca hatte mich gottseidank überredet, heute ganz früh zu reiten. Die Wetterprognose war eigentlich gar nicht günstig und ich hatte die Nacht davor im Bereitschaftsdienst nur 2 Stunden geschlafen. Was solls, jammern hilft da auch nicht weiter.
Wir ritten eine für Jalda ganz neue Runde und obwohl sie sich nicht auskannte, war sie flott unterwegs. Direkt an der Straße, wo man normalerweise durch einen mockigen Graben muss, war heute auf einmal ein viereckiger, etwa 30 cm tiefer und breiter Graben ausgehoben. Es hätte mich nicht verwundert, wenn man da als Pony mal gestaunt hätte
Aber Jalda guckt gar nicht, sondern hüpft direkt mal drüber. Ups!
Auch nicht schlecht. Ich hatte ja mit allem gerechnet, aber damit nicht.
Danach lief sie in allen 3 Gangarten, als wäre sie schon zig mal da gewesen und alles wäre ganz normal (und nein, ich weiss es besser, dort gibt es einiges spannendes zu sehen )
Sie krabbelte Hügel hoch und panzerte ohne Murren durch die Mockelöcher. Unglaublich! Und nicht zu glauben, dass sie das eigentlich noch nicht oft gemacht hat!
Erstaunlich ist, wie schnell das Pony Kondition aufbaut. Noch vor einigen Wochen kamen wir nur einmal um den Block, bevor Jalda müde wurde und heute haben wir schon ein ziemlich stattliches Ründchen geschafft.
Nachtrag 18.Juni:
Heute hatte ich einen tollen Ausritt mit Rebecca. Jalda bekommt langsam aber sicher schon richtig Kondition
Heute reichte es dazu, beim Angaloppieren mal das Heck rumzuwerfen (wohl weniger aus Frack als mehr aus Laune
) Nun, nach einem kurzen Anraunzer meinerseits war vorerst klar, dass das unerwünscht ist
Doch, ich bin ganz zufrieden mit ihrer Entwicklung im Moment!
Nachtrag 3.Juli
Heute früh ritten Rebecca und ich zum Bahnhof Kottenforst. Vielleicht nicht die allerbeste Idee bei dem Wetter
denn Rebecca ging es anschliessend gar nicht so gut
sorry dafür. Die Ponies haben die Strecke gut überstanden. Für Jalda
gabs heute die ersten beiden Autobahnüberquerungen. Beim ersten Mal war
es immerhin einen Stauner wert, bei der zweiten war es schon langweilig.
Gut... also dann vielleicht die Quarzwerke. Interessant, aber mehr
nicht. Im Kottenforst waren leider sehr viele Bremsen
also mussten wir flott voran reiten. Kein Problem. Kurzer Stop am
Bahnhof und Auftanken mit Kaltgetränken. Dort dann Pferdetausch. Rebecca
reitet Jalda zurück und ich das Duracell-Häschen. Auf dem Rückweg wollten beide Ponies nicht in den Fußweg oberhalb der Swist. Fuzz erklärte, dass der doof ist. Jalda ging halb rein, fand ihn dann doof und bog direkt wieder links in einen Vorgarten ab. Über einen ca. 50 cm hohen Jägerzaun. *knirz-knarz* *holzsplitter* Während Rebecca überlegte, wie sie da wieder rauskommt, ging Jalda gleich wieder links über die andere Seite des rechtwinkligen Jägerzauns *knurps-knarz-holzsplitter* (wir reden von Schritt , nicht von springen
)
Unglaublicherweise überlebten sowohl der Zaun (weitestgehend) als auch das Pony diese Aktion. Das Tier ist wirklich unglaublich. Und als ich sie irgendwann einen Panzer nannte, hatte ich wohl Recht. Ausser 2 kleiner Schrammen am Bauch hat sie nichts davon getragen.
Und jetzt weiss ich auch wieder, warum wir unseren Zaun vierreihig mit Strom haben...
Nachtrag vom 31.Oktober 2011:
Auf unserer Runde gestern ermutigte ich Juliane, mal unseren Kletterberg heraufzureiten. Davon habe ich leider kein Bild, aber es ist ein kleiner Hügel von 10 Metern Länge und so --> \ einer Steigung. Bei unseren Reiterpasslehrgängen damals musste dort jeder rauf und runter klettern, was immer erst mal zu
führte. Juliane nahm die Herausforderung ohne Zögern an und sagte Jalda: na los... da rauf. Und Jalda sagte sofort: alles klar, das mache ich sowieso am liebsten

Schon süss!