Beim ersten alleinigen Vorbeigehen Richtung Weide sprang Limone erst mit allen vieren in die Luft, prustet wie wild und drehte dann auf dem Absatz um und war dann mal weg. Gottseidank ist sie nicht mit Jalda verwandt, so konnte ich sie nahezu problemlos von einer weiteren Flucht abhalten. Aber da vorbeigehen ging fast gar nicht. Das Pony war so unter Strom dass ich sie schliesslich umdrehte und rückwärts vorbeiführte. Das ging
Beim 2. Mal war die Reaktion schon nicht mehr ganz so schlimm, denn die Tierchen hielten sich im oberen Bereich auf.
Zwischenzeitlich hatte sie herausgefunden, dass die auch beim Runtergehen da sind und so müssen wir da immer ein bisschen stehenbleiben und staunen.
Gestern sind wir dann mal ganz nah an den Zaun und als Limone zur Warnung an die 2 alten schon mal prustete (die standen direkt hinter ihr, waren allerdings mit grasen befasst und interessierten sich kein bisschen) kamen eine Ziege und ein Schaf zum Zaun. Limone war so richtig irritiert. Staunen, prusten... was machen die anderen... ok... fressen... hm... sollte ich auch... aber ui, die gucken so... staun... Happen Gras nehmen, staunen...
Wir haben uns beömmelt vor lachen! Am Ende waren die jedenfalls nicht mehr ganz so schlimm und ich denke, wir werden uns in den nächsten Tagen da nochmal ein bisschen am Zaun tummeln können. Vielleicht auch ohne Verstärkung durch die beiden ollen.
Nachtrag vom 17.Oktober 2011:
Magnus:
Heute war ich mal wieder mit Andrea cachend in und um Rheinbach unterwegs. Natürlich durfte ein Abstecher zu den Ponys nicht fehlen - die armen Weideponys haben ja schließlich Hunger!
Andrea beschloss dann, das kleine Limettchen, das inzwischen übrigens schon sehr erwachsen aussieht, zu einem kurzen Multi mitzunehmen. So weit so gut... Wir marschierten also los und kamen dann an eine Kuhwiese vorbei - und das Limettchen wollte mir doch offensichtlich klar und deutlich zeigen, dass sie noch nie in ihrem Leben jemals Kühe gesehen hat!
: Sie prustete und trompetete wie Benjamin Blümchen (nur der Rüssel fehlt!
) und wollte nur noch eins: weg! Und das ganz schnell und ganz weit......
Aber sie hatte die Rechnung ohne ihre Menschin gemacht, die wie ein Fels in der Brandung stand!Nach langsamer Annäherung traute sich der kleine "Hengst" dann doch in Richtung Kühe zu gehen - und dann sogar direkt am Zaun zu grasen....
War nur gut, dass die Kühe nicht gemuht haben!!!!!
OH - KÜÜÜÜÜHEEEE!
noch skeptisch - aber geht doch!Nachtrag vom 21.Oktober 2011:
Während Juliane heute mit ihre aus Magdeburg angereisten Freundin Jana ausreiten ging, bot sich mir die Gelegenheit, mit Limone mal wieder eine kleine Übungseinheit zu machen.
Zunächst bestand die darin, in einer bisher unbekannten Box zu stehen und sich still zu verhalten. Als das klappte, durfte sie mit mir eine Runde um den Block laufen. Das Ziel ist ja wohl klar
Auf dem Weg dahin begegneten uns schon tolle Dinge. Mehrere Trecker,
Autos, Fahrrad mit Hund, ein geschecktes Pony vom Nachbarstall, ein
falbfarbenes Nonfjord, das aber trotzdem schon von weitem angewiehert
wurde und dann... oh... ups...
.. äh, hab ich was gesagt?
Schliesslich dann die Kuhweide und
sie war leer. Ochnööö, voll temein... Aber mit ein bisschen
Ortskenntnis findet man natürlich trotzdem Kühe. Direkt am Sportplatz,
wo aber leider keiner spielte. So, dann zu den Kühen, die diesmal nur angestaunt aber nicht angeprustet wurden. Und die interessierten sich auch nicht besonders für uns, sondern mehr für ihre Weide. Also standen wir eine ganze Weile am Zaun (wir reden von einem knapp 1 Meter hohen einzelnen Draht, der nahezu unsichtbar ist) und schauten den Kühen beim Fressen und Atmen zu. Und Limone erklärte, dass es doch vollkommen klar ist, dass die toooooooooootal langweilig sind.
Ach, ist schon ein liebes Pony
Nachtrag vom 31.Oktober 2011:
Am Ende des gestrigen Tages hatten dann Limone auch noch ihren ersten Arbeitseinsatz.
Zur Vorgeschichte muss ich vielleicht erzählen, dass ich vor ca. 2 Wochen angefangen habe, etwas Heu auf der Wiese zuzufüttern. Nun ist es mir aber zu blöd, das Heu auf die Wiese zu schleppen, wenn ich am Arm auch noch ein Pony habe.
Also erfand ich das HLP ( HeuLastenPony). Zunächst getestet an Jalda (mir doch egal
), dann an Fuzz ( EY, ICH HAB DA JA FUTTER und ich bin auf einmal total beweglich im Hals
) und gestern dann erstmalig an LIMONE
Keine Ahnung, was das soll, aber die beiden anderen finden mich total super!
HLP Limone in Action!
Nachtrag vom 19.Dezember 2011:
Gestern hatten wir den ersten Schneeausritt des Jahres
Hach, war das schön, so quasi als erster durch den Winterwunderwald zu reiten. Gut, am Anfang war das nicht so leicht, da wir an den Weihern hoch einer Autospur folgten, die dann auch noch in die falsche Richtung weiterging (der eifrige Mitleser erinnert sich an eine Geschichte aus ca. 2008, wo ich an dieser Kreuzung mal Jalda verloren habe)
Gestern morgen trabten bzw. galoppierten wir also da den Autospuren folgend den Berg rauf und als diese dann links abbogen (Richtung nach Hause) hatte ich schon ein bisschen Mühe, die Bande rechts weitergehen zu lassen, denn das rechts gehende Handpferd sagte: neeenneeee, daaaaaaaaa lang, da sind wir schon mal lang, ich kenn das!
Scheiss eingebautes GPS
Alle 3 fanden das ganz toll und schnaubten wie wild um die Wette.
An der nächsten Kreuzung sagte ich zu Juliane: hier können wir rechts oder links... rechts war neulich sehr seifiger Boden ... währenddessen gucke ich links und sehe:
eine riesige den Weg in kompletter Breite überspannende PFÜTZE von etwa 5 Meter Länge und sage: vergiss es wir gehen links

Ja, wer geht jetzt vor? Jalda findet Pfützen doof, Limone sowieso und Fuzz seit ihrem Wir-baden-in-der-Ahr-Unfall von 2008 eigentlich auch. Vor allem welchen, die einen doofen matschigen Einstieg haben.
Also mal Jalda vorschicken. Die guckt sich das ganze ganz genau an und geht dann sehr langsam und vorsichtig rein.
damit hatte ich nicht gerechnet. Ruhig und gesittet stapft sie dadurch. Limone (die in diesem Moment auf der linken Seite war) hatte derweil am Wegesrand Futter entdeckt und war irgendwie abgelenkt. Fuzz sagte: ok, wenn Jalda reingeht, dann bin ich auch mal ganz mutig und Limone kam natürlich nach, obwohl sie immer noch nach dem Grünen schielte, das da zwischen dem Schnee rauslugte.
Auf einmal springt Limone vorwärts :verdammt WASSER und noch einen vorwärts
auch Wasser also seitwärts... PLATSCH
aaaaaaaaaaaaaah auch WASSER pladder... hüpf... spratzel... ÜBERALL
WASSER ohnein... zwischenzeitlich war sie zwischen mir und Jalda von
links nach rechts gewechselt und starrte mich total entsetzt an
Sie gewann glaub ich gerade die Erkenntnis: Schnee ist irgendwie auch Wasser
Ich grinste mir einen
, Limone war stinksauer, stand aber immer noch im Wasser. Anschliessend konnten wir nochmal eine lange Strecke traben
Danach war das kleine Pony auch wieder besser drauf
Und es kam wie es kommen musste... wir begegneten noch einer Riesenpfütze und während ich noch Witze mache, sagt Limone gar nichts und stapft einfach mittendurch.
Da stand mir dann mal der Mund offen. Und Limone sagte innerlich

Öhhhhhhh... ok...
Nachtrag vom 20.12.2012:
Nach den Erlebnissen der letzten Tage hielt ich es für klug, Limone nochmal auf unseren Platz zu lassen.
Der war noch zugeschneit, und die 2 grossen Pfützen waren oberflächlich gefroren.
Ich lasse also das Limonekind auf den Platz und während ich mir die Schuhe zubinde überlege ich, warum ich das Limönchen nicht rumspacken höre (was sie normalerweise tut). Ich dreh mich um und sehe:
Limone liegt auf dem Rücken und streckt alle viere nach oben. Das Pony wälzt sich im Schnee
Und dann trabt sie ein paar Runden rum und stellt sich zu mir. Ich nehm sie am Halfter und steuere die erste Pfütze an... ich erwarte ein
oder ein
oder auch ein
... aber nein... das Pony nimmt den Kopf zum Boden, schaut interessiert auf die Eisfläche, setzt den ersten Huf drauf, bricht ein, sieht das Wasser, macht nichts, nimmt den nächsten Huf aufs Eis... und ... nichts. Kein
kein IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIH, sondern einfach nur ein lässiges Durchstiefeln. Äh... ok, war sicher ein Versehen.
Also nochmal zur anderen Pfütze... und dort: gleiches Spiel
Wer bist du und was hast du mit Limone gemacht?
Das ist unglaublich, dieses Pony geht durch Pfützen, durch zugefrorene und auch durch schon zerbröselte und zuckt nicht mit dem Ohr. Und sie tut das sogar freiweilig.
Und: sie fand sich sowas von super!
Nachtrag vom 7.Januar 2012:
Limone hatte sich beim neujährlichen Rumzaubern eine Ecke vom Huf weggebrochen und pienzt ein bisschen umher, vor allem auf den Steinen
und dann wenn es um nichts geht. Wenn ich mit Heu komme, dann geht das plötzlich ganz gut... Hufe abspritzen klappt mittlerweile total super. Zunächst hebt man den Huf, dann
ach, Wasser an Hufe war doch das mit dem Lecker, apropos Lecker, wo ist es denn überhaupt
dann sucht Limone die ganze Treppenstufe ab, wo sonst immer das Lecker lag
um mich dann fragend anzusehen
KEIN LECKER? Derweil bin ich dann aber schon fertig mit den Hufen... Heute bekam sie nach der Hufsäuberung eins von einer Miteinstellerin und spuckte es ihr direkt wieder vor die Füsse... Maiskringel... igitt... und das soll eine Belohnung sein
Ansonsten ist sie lieb wie immer!
Nachtrag vom 16.Juni 2012
Ich habe auf "meiner" Weide oben etwa 30 Meter abgetrennt, so dass diese Fläche für diejenigen genutzt werden kann, die nur stundenweise rausstellen. Da das im Moment keiner macht, stelle ich die Damen bei so ungünstigen Wetterbedingungen wie im Moment dort stundenweise raus und lasse ansonsten die Portionsweide zu.
Der lehmige Bodenuntergrund auf meiner Hangweide ist nämlich alles andere als schön bei sehr nassem Wetter *slip*
Und so kommen also die Mädels in den Genuss von scheinbar endlos viel hohem Gras
Die Nachbarweide ist die Kuhweide vom Nachbarbauern. Bisher standen da aber keine Kühe drauf
denn erst hatte er davon Silo gemacht. Und so stehen die Mädels heute im hüfthohen Gras während sich -nahezu lautlos- die gefühlt 100 Kuh starke Herde nebenan neugierig annähert.
Alle 3 Mädels haben das Gras bis über die Ohren und irgendwann guckt Limone hoch
Das Gras bleibt ihr im Hals stecken, die langen Halme hängen zu beiden Seiten raus und sie kaut nicht mehr. Sie starrt nur noch..
Kuh ... Fuzz (hat noch nichts bemerkt) ... andere Kuh... Jalda (frisst auch)... noch eine Kuh und noch viel mehr Schwarzbunte aus dem Rheinland ... am liebsten würde sie gerade tot umfallen
... Limone schielt beidseitig nach hinten, stellt fest, Fluchtweg ist frei
... tut so als würde sie weiterfressen, guckt aber alle paar Sekunden hoch... ohmist
noch da ... Irgendwann schaut Jalda hoch... aha... Kühe...
... mir doch egal... Limone etwas verunsichert ...
Die verschiedenen Kühe auf der anderen Zaunseite schauen interessiert, denn sie kennen auch noch keine blonden Ponies nebenan.
Limone fühlt sich beobachtet und widmet sich lieber wieder dem Gras... am besten einfach so tun, als wäre man nicht da.
Derweil trotten die Kühe auch weiter und fressen am anderen Ende der Weide weiter... puh! Nochmal Glück gehabt!
Unser Lieblingsnachbar, die



