Ein paar Bedenken hatte ich im Vorfeld schon. Brauche ich Schuhe für die Mädels? Wird Jalda durchhalten? Wird das Wetter gut sein und wenn nicht, wie schütze ich den Packsattel vor Regen? Werden wir das mit der Gewichtsverteilung hinkriegen? Wird das Woilach und oder der Packsattel auch nach 20 km mit Gepäck keine Druckstellen verursachen?
Donnerstag morgen also treffen im Stall und Wiegekontrolle mit der Präzisionswaage (
) von unserem SB. Zum Gewichtsausgleich werden 2 Flaschen Bier
mitgenommen, das ist die einfachste Lösung. Am Ende waren es knapp 20 kg
Gepäck. Und der Sattel wiegt bestimmt mit allem Drum und dran auch
nochmal 30 kg. Alle Taschen werden auf die Halter getüdelt, sitzt passt, wackelt. Ich beschliesse, dass Jalda Schuhe vorne anbekommt, denn sie muss im schlimmsten Fall auf der Mitte gehen und da ist der Weg ja auch schonmal blöd.
Fuzz und Limone gehen ohne, aber ich habe die Schuhe im Gepäck. Aus Gewichtsgründen habe ich die Regendecken schon Julia mitgegeben. Erstens kriegen wir keinen Regen und zweitens wird es gutes Wetter. Und drittens haben wir den Regenmantel hinten draufgeschnallt. Das muss als Abschreckung reichen. Für den Packsattel nehmen ich einen Bundeswehrponcho mit. Sicher ist sicher.
Und dann sind wir auch schon auf dem Weg... 10:45 gings los, so früh werden wir nie wieder schaffen an diesem Wochenende
Jalda sieht keinen Sinn darin in der Mitte zu laufen, denn das leckere ist ja am Rand.
:
Fuzz (Thema: ich bin ein Einspännerpony und kann nicht am Rand laufen)
also in der Mitte, und Jalda ( ah, Graaaaaaas.... mjamjam am Rand) Tolle
Idee

Aber wir schafften das ganze ohne grössere Zerstörungen. In Effelsberg gabs dann Fritten bei Dieter, das schwierigste war die Mädels von den Pommes fernzuhalten
Und dann waren wir auch schon bald bei Julia. Durch die Frittenpause war die Strecke deutlich kürzer und so schafften wir die knapp 18 km in etwa 4,5 Stunden. Mit dem Packsattel konnten wir halt nur Schritt gehen.
Bei Julia in Odesheim angekommen wurden erstmal die Ponies versorgt und dann Kaffee/Kuchen verdrückt. Wir hatten ja schon lange nichts mehr zu essen
Alle Ponies hatten den ersten Tag gut überstanden. Jalda hatte kein krummes Haar, einfach gar nichts.
Nach einem leckeren Abendessen fielen wir ins Bett

Am Freitag ging es dann nach Hümmel. Nach dem Frühstück wurden die Sachen gepackt und gewogen. Die Waage unseres SB hatte jetzt den Geist aufgegeben und daher musste Julia ihre Heuwaage opfern.
Das Gepäck war schnell verstaut. Die 2 Bierflaschen bei Julia zurückgelassen, da es heute auch ohne passte. Einer unserer Mitreiter musste arbeiten, seine Frau ritt sein Pferd und nahm ihres als Handpferd. Also wurden die Regendecken in sein Auto gepackt.
Da wir nicht künstlich viele Kilometer abreisen wollten, gab Julia uns eine 15 km Strecke. Schliesslich weiss man ja nicht, ob man sich nicht doch das Handpferd vergrätzt, wenn man es übertreibt.
Und weil wir ja nicht auf der Flucht waren, kamen wir schon gegen 13 Uhr weg

Die Strecke war traumhaft schön, praktisch immer am Bach entlang. :
Nach der Ankunft in Hümmel kamen die Mädels auf die Weide und bockfurzten da erstmal rum

Das ist übrigens Jalda
An der Station war noch eine 4er Mädelsgruppe mit überwiegend Friesen aus Much. Im Gespräch fanden wir heraus, dass sie nicht nur im Verein sind, den die Kornies auf ihrer Ranch beherbergen, sondern eine auch noch eine Quasinachbarin zu Soenzi ist. Ja, die Welt ist klein
Samstag gings gegen Mittag dann los nach Esch.
Die Schuhe bei Jalda lies ich jetzt auch weg, denn das Pony lief eh nur auf dem Gras. Ich glaube, sie ist die einzige mit einer positiven Kalorienbilanz
Limone bekommt weitere Gelegenheit sich an Furten zu gewöhnen

Und darf auch mal Packpferdeführpony sein

Das Wetter ist grossartig, die Gruppe harmonisch.
Die Strecke einfach

Juliane und ich lassen eine Schleife über Wershofen aus und üben statt dessen an der Furt. Nach 1-3 Leckern hat Limone verstanden, dass man weder springen noch durchrennen muss sondern auch mal einfach langsam durch und stehenbleiben kann.

Anschliessend suchen wir uns eine Ecke mit Gras und widmen uns der Randkantengrasschneidung während wir auf die anderen warten.
In Esch angekommen, beziehen die Mädels ihre Weidepaddocks und wir bekommen (mal wieder) leckeres Essen

Jalda flirtete mit dem 15jährigen Fjordwallach auf dem Nachbarpaddock, von dem wir später erfuhren, dass er aus der Zucht von Heuters war (
zu Ulifjord) Allerdings wusste der Besitzer die Abstammung nicht
Sonntag ging es dann schon wieder nach Hause.
Auch hier gabs wieder ein paar wilde Tiere und Furten extra für Limone
Es war die längste Strecke der 4 Tage mit etwa 22 km.
Alles in allem natürlich Spielkram. Ich stelle aber fest, dass meine Hüfte und / oder meine Knie (mal das eine - mal das andere ) nicht mehr länger reiten wollen. Zwischendurch bin ich sogar freiwillig mal (bergab) gelaufen. Ja, ich weiss, es heisst wanderreiten, aber das habe ich in den letzten 15 Jahren nicht immer wörtlich genommen
Als Fazit können wir festhalten:
Tolle 4 Tage, tolle Strecken, tolles Essen, tolle Stationen. Unter 75 km (17 - 15 - 19 - 22 ) in 4 Tagen.
Jalda hat den Sattel mit Gepäck ohne Murren und Knurren 4 Tage unbeschadet getragen, zuletzt mit 26 kg Gepäck.
Die Mädels haben die vielen Eifelkilometer barfuß locker geschafft.
und all das freut mich ungemein!
Die paar Fotos waren jetzt die von Facebook, ich werde noch mehr Bilder bekommen, die stelle ich dann noch ein!
Und noch ein letztes von JuLi (Juliane und Limone)
Die Stationen wo wir waren:
Donnerstag: http://www.eifelzupferd.de/730
Freitag: http://www.eifelzupferd.de/165
Samstag: http://www.eifelzupferd.de/1198